Immer mehr Leserinnen und Leser von lotharsblog.de fragen sich, ob die Salla Boutique unter sallasboutique.com ein seriöser Online-Shop ist. Auf hop2.de haben sich mehrere Betroffene gemeldet, die über teils gravierende Probleme beim Bestell- und Lieferprozess berichten. Die Erfahrungen von Helgard, J.G. und Anne zeichnen ein klares Bild und geben Anlass zur Vorsicht.
Helgards Bericht: Auffälliger Bezahlvorgang und fragwürdige Verkaufsmasche
Helgard schildert bereits vor dem eigentlichen Kauf erhebliche Unstimmigkeiten. Beim Bezahlvorgang wurde ihre VISA-Karte mehrfach als „fehlerhaft“ abgelehnt – insgesamt viermal hintereinander. Nach Rücksprache mit ihrer Bank stellte sich jedoch heraus, dass die Karte völlig in Ordnung war und noch eine Laufzeit von vier Jahren besitzt. Seitens der Bank wurde ihr ausdrücklich zur Vorsicht geraten.
Zusätzlich wurde Helgard nach einem weiteren Zahlungsmodus, unter anderem PayPal, gefragt, was sie weiter verunsicherte. Auffällig war auch die Darstellung der Warenverfügbarkeit: Bei allen Modellen wurden stets drei Stück Vorrat angezeigt. Der gesamte Prozess – vom Anzeigen der Modelle bis hin zum Hinzufügen in den Warenkorb – dauerte ungewöhnlich lange.
Besonders kritisch sieht Helgard die aggressive Rabattstrategie. Mit jeder Erhöhung der Stückzahl wurde ein zusätzlicher Rabatt von 20 % suggeriert, um Käufer zum Kauf mehrerer Artikel zu bewegen. Gleichzeitig wird behauptet, die Pullover seien in sechs Größen erhältlich und ausschließlich von sechs Frauen in Handarbeit gestrickt worden. Diese Frauen würden nun aus Altersgründen aufhören, weshalb die Boutique angeblich am 15.01.2026 schließen müsse. Helgard zweifelt stark an dieser Geschichte und entschied sich letztlich gegen einen Kauf.
J.G.: Gelieferte Ware entspricht nicht der Beschreibung
Deutlich drastischer fällt der Bericht von J.G. aus. Die gelieferten Artikel stellten sich nicht als Pullover heraus, sondern als billige, langärmlige T-Shirts mit aufgedrucktem Muster. Weder Baumwolle noch Kaschmir waren enthalten, stattdessen minderwertige Materialien. Für diese Ware zahlte J.G. insgesamt 231 Euro.
Im Nachhinein stellte sich heraus, dass im Impressum als Herkunftsland China angegeben war – ein Detail, das J.G. erst nach der Bestellung auffiel. Er wandte sich wegen des Verdachts auf Betrug an PayPal und wartet nun auf eine Entscheidung. Sein Fazit ist eindeutig: Das Produkt entspricht in keiner Weise den gemachten Versprechen.
Anne: Versand aus China und unsicherer Käuferschutz
Auch Anne berichtet, dass sie anhand des Sendungsverlaufs feststellen musste, dass die Ware nicht aus Finnland stammt, sondern aus China versendet wurde. Sie kontaktierte ebenfalls PayPal und schilderte den Fall ausführlich. Ihr wurde geraten, bis zum 28.01. abzuwarten, um anschließend innerhalb der Widerrufsfrist den Käuferschutz zu aktivieren.
Problematisch ist jedoch, dass der PayPal-Käuferschutz nur eingeschränkt greift, da er sich hauptsächlich auf europäische Transaktionen bezieht. Ein vollständiger Refund ist daher unsicher. Trotzdem empfiehlt Anne allen Betroffenen, insbesondere bei PayPal-Zahlungen, diesen Weg zumindest zu versuchen.
Fazit: Viele Warnsignale – Vorsicht empfohlen
Die geschilderten Erfahrungen lassen erhebliche Zweifel an der Seriosität der Salla Boutique aufkommen. Auffällige Zahlungsprobleme, aggressive Verkaufsstrategien, widersprüchliche Herkunftsangaben und minderwertige Ware sprechen eine deutliche Sprache. Verbraucher sollten bei solchen Shops besonders aufmerksam sein, das Impressum vorab prüfen und nach Möglichkeit Zahlungsarten mit Käuferschutz nutzen.